Imagination - innere Vorstellungsbilder

Imagination [Imago, Imagery, Bild, Abbild, Vorstellung] bezieht sich auf die subjektive Erfahrung, in der ein Mensch glaubt, innerlich erzeugte konkrete Gegenstände oder Ereignisse zu sehen, zu hören oder zu empfinden, sobald er sich gedanklich mit ihnen auseinandersetzt, ohne objektive Anwesenheit der Wahrnehmungsinhalte zu diesem Zeitpunkt.

 

Innerhalb verhaltenstherapeutischer und kognitiver Ansätze werden imaginative Verfahren in Kombination mit anderen Interventionsstrategien im Rahmen eines umfassenderen Behandlungskonzepts eingesetzt.

 

Die Wirksamkeit beruht im Wesentlichen auf folgenden drei Faktoren (Kirn, 2008):

  • Der Patient erwirbt den Eindruck, Kontrolle über die eigenen Imaginationen zu erlangen. Indem der Patient lernt, Inhalte und Verlauf der Vorstellungen von problemrelevanten Situationen und eigenen Reaktionen zu steuern, gelingt es ihm zunehmend, Kontrolle über diese Prozesse auch in vivo zu gewinnen.
  • Es verändert sich zudem sein innerer Dialog. Durch Imaginationsübungen kommt es zu einem Bedeutungswandel des Problems und zum Aufbau neuer Sichtweisen. Dies geschieht in hohem Maß durch die Veränderung des zugehörigen inneren Dialogs, der dem unangemessenen Verhalten vorausgeht, es begleitet und ihm folgt.
  • Er übt mental neue Verhaltensweisen, die zur Entwicklung von Bewältigungsstrategien beitragen. Die Wiederholung von Verhaltensalternativen in der Vorstellung trägt zur Entwicklung, Erprobung und Festigung gewünschter Bewältigungsfähigkeiten bei.