Systematische Desensibilisierung

Die von Wolpe (1958) entwickelte Methode der systematischen Desensibilisierung ist eine verhaltenstherapeutische Standardmethode zum Abbau belastender emotionaler Reaktionen, insbesondere von situations- oder objektgebundenen Ängsten (zitiert nach Maercker & Weike, 2009, S. 508).

Indikation

Prüfungsängste, sexuelle Funktionsstörungen, bestimmte spezifische Ängste und posttraumatische Belastungsstörungen. In einer groß angelegten, vergleichenden Auswertung von 56 Studien mit über 200 klinische signifikanten gestörten Patienten zeigte sich, dass die systematische Desensibilisierung ein sehr wirksames Therapieverfahren zur Behandlung der genannten Störungsbilder ist (vgl. Grawe et al. 1994, zitiert nach Maercker & Weike, 2009, S. 512).